Navigieren auf SBB.ch

Direktlinks

Alexander Muhm, Leiter Development bei SBB Immobilien.

Interview mit Alexander Muhm, Leiter IM-DV

Alexander Muhm, Leiter IM-DV

Alexander Muhm ist seit 1. Mai 2013 Leiter des Bereichs Development bei SBB Immobilien – kurz IM-DV. Bis 2009 arbeitete er als Projektmanager im Stadtentwicklungsprojekt „TownTown“ in Wien, welches mit insgesamt 19 Gebäuden das grösste Public Private Partnership Projekt Österreichs ist (www.towntown.at). Zuvor war er in der Wiener Niederlassung des Ingenieurbüros ILF tätig. Der 37-jährige diplomierte Architekt der Technischen Universität Wien wohnt zusammen mit seiner Lebensgefährtin in der Nähe von Solothurn. Seine Freizeit verbringt Alexander Muhm am liebsten auf Reisen, insbesondere in afrikanischen Ländern und Südostasien. Dafür möchte er sich in den nächsten Jahren mehr Zeit nehmen. 

Welches sind aktuell die grössten Herausforderungen Ihres Bereichs IM-DV?
Zum einen die Erfüllung des Projektgeschäfts, unter anderem die Projektentwicklung Genève-La Praille, die Sanierung Westflügel Basel SBB und die Sanierung Südtrakt Zürich HB. Zum anderen die Stabilisierung der unlängst abgeschlossenen Neuorganisation des Bereichs IM-DV. Letztere hat zu einer Verschlankung der gesamten Einheit geführt mit der Absicht, raschere Reaktionszeiten, gezielteres Bearbeiten der Immobilienprodukte und dadurch eine höhere Qualität der Arbeit von IM-DV zu bewirken.

Wie beurteilen Sie den Schweizer Immobilienmarkt im Lichte makroökonomischer und politischer Zusammenhänge? Als Beispiele seien die weiterhin tiefen Hypothekarzinsen und die Annahme der Masseneinwanderungsinitiative genannt. Und wie schätzen Sie die diesbezüglichen Wechselwirkungen mit dem Portefeuille von SBB Immobilien ein?
Die politische Entwicklung und die derzeitige Veränderung der regulatorischen Bedingungen sind zentrale Fragen. Gemäss einer Studie der Crédit Suisse führt die Annahme der Masseneinwanderungsinitiative zu einem jährlichen Rückgang von 0,3 % des schweizerischen BIP‘s, was sich wiederum negativ auf den Büroflächenmarkt auswirken wird. Und das in einer Zeit, in der allgemein von einer Erholung und einem laufenden Anstieg des BIP ausgegangen wurde. Auf der anderen Seite eröffnet die demografische Bevölkerungsentwicklung neue Möglichkeiten, wie etwa die Erstellung von Alters- und Pflegeheimen. Dies hat beispielsweise die Immobilienfirma SPS zu einer Anpassung ihres Portfolios bewogen. SBB Immobilien beobachtet die Marktentwicklung weiterhin sehr aufmerksam und trifft ebenfalls Vorkehrungen zur Absicherung des Portfolios. Ein Beispiel ist die Diversifizierung auf Nutzungsebene im Bereich Gesundheitswesen und Bildung.

Wie werden die Büroprojekte „Girasole“ und „Westlink“ die Zusammenarbeit innerhalb des SBB Konzerns und namentlich auch in der Financial Community beeinflussen?
Was die Standortkonzentration der SBB in Zürich, Bern und Anfang nächsten Jahres auch in Olten betrifft, sehe ich nur Vorteile. Einen neuen, hochwertigen und attraktiven Hauptsitz für die SBB zu erstellen, ist eine grosse Ehre. Die Vereinigung unterschiedlicher Divisionen und der Konzernbereiche unter einem Dach – wenn auch in Bern-Wankdorf de facto in zwei Gebäuden – sowie die Bildung einer neuen Zusammenarbeitskultur wird uns aus Sicht Projektentwicklung signifikante Lerneffekte für andere Projekte des Anlagenportfolios bringen. Das beweist das Bürogebäude „Westlink“ in Zürich-Altstetten, welches bereits in Betrieb genommen wurde, eindrücklich.

Welche geschäftlichen Bezüge bestehen zwischen Ihrem Bereich IM-DV und den Finanzen?
Die grössten Abhängigkeiten orte ich beim Investitions- und Businesscontrolling. Dort also, wo technisches Know-how und Projektmanagementwissen einerseits und Finanzexpertisen andererseits sich gewinnstiftend ergänzen müssen. Dies zeigt sich konkret bei Fragen rund um die betriebswirtschaftliche Beurteilung von Investitionsprojekten – namentlich Entwicklungsareale und Bahnhofsumbauten – sowie den Themen Accounting oder Steuern.

Was schätzen Sie an dieser Zusammenarbeit? Wo sehen Sie noch Optimierungs-bedarf?
Ich beginne bei den Optimierungsmöglichkeiten (schmunzelt): Wie in vielen Bereich-en gilt es, sich auf die wesentlichen Dinge mit den grössten Hebelwirkungen zu beschränken, und administrative Leerläufe zu verhindern. Mit der Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen aus den Finanzbereichen bin ich aber mehr als zufrieden. Nicht umsonst schreibt man das Wort „Freund“ mit einem „F“ (lacht)!

Verschiedenes  

Kontakt  

Standort Bern, Hauptsitz

Schweizerische Bundesbahnen SBB
Immobilien
Hilfikerstrasse 1
3000 Bern 65

Tel: 051 220 11 11

Footer