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Projekte.

Jährlich rund 400 IT-Projekte.

Mit einem Projektvolumen von über 250 Millionen CHF und insgesamt rund 400 Projekten pro Jahr ist die Bandbreite an Themen und Aufgaben bei der SBB Informatik riesig. Die zwanzig grössten Projekte haben strategische Bedeutung für die SBB und damit für den gesamten Wirtschaftsstandort Schweiz.

Mobile

SBB Mobile: Ein Pionierprojekt.

Ausgangslage.
Als die ersten Smartphones 2007 auf den Schweizer Markt kamen, lag es für die SBB Informatik auf der Hand, eine App für den öV-Fahrplan zu entwickeln: die SBB Mobile App. Weil der Nutzen einer solchen App damals noch nicht richtig absehbar war, wurde die SBB App ohne konkreten Fachauftrag von engagierten SBB Mitarbeitenden in der «IT-Garage» entwickelt.

Lösung.
Die SBB Kunden sollten über ihr Smartphone jederzeit Fahrplanauskünfte abrufen oder Tickets für den öV kaufen können. GPS und Kartenmaterial sollten die Kunden zudem dabei unterstützen, den schnellsten Weg zum öffentlichen Verkehr zu finden.

 


Vorgehen.
Die SBB App wurde innerhalb von zwei Jahren erarbeitet und ausgerollt. Zuerst wurde die App für iOS entwickelt, dann für Android und anschliessend für Windows Phone 7. Insgesamt waren im Projekt über 20 Personen involviert. Im ersten Teilprojekt wurde die App mit den Funktionen «Fahrplanauskunft» inklusive «aktueller Betriebssituation» erarbeitet. Im zweiten Teilprojekt wurde die Fahrplanauskunft um den mobilen Ticketshop erweitert. Das Produkt wird heute laufend im Release-Zyklus verbessert und erweitert.

Highlights.
Der Erfolg der SBB App war überwältigend: Downloads, Fahrplanabfragen und die mobilen Verkäufe stiegen markant an. Bis heute wurde die App fast 7 Millionen mal heruntergeladen, und täglich werden bis über 2 Millionen Fahrplanabfragen abgerufen. Als das iPhone die Schweiz erreichte, war die App eine der ersten auf dem Markt – eine echte Pionierleistung. Heute ist das Produkt omnipräsent und auf fast jedem Schweizer Smartphone installiert.

Bahnsysteme

Das Rail Control System RCS: Weltweit nachgefragt.

Ausgangslage.
Die beiden in der West- und Zentralschweiz sowie im Raum Zürich/Ostschweiz eingesetzten Zug-Dispositionssysteme hatten das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Eine neue Lösung sollte nicht nur der modernsten Technologie entsprechen, sondern gleichzeitig eine Plattform bieten, die als Fundament für weitere Applikationen der Bahnproduktion dienen kann.

Lösung.
Mit dem Projekt «Rail Control System (RCS)» startete die SBB ein innovatives, weltweit einzigartiges Projekt, in welchem unter anderem eine Applikation mit genau diesen Eigenschaften realisiert wurde. Die neue hocheffiziente Dispositionssoftware (RCS-Dispo) überwacht das Verkehrsgeschehen auf dem gesamten Schweizer Schienennetz und liefert eine Vielzahl detaillierter Informationen, wie beispielsweise Prognosen der Zugläufe, die aktuellen Zugstandorte, Anschlüsse oder Rollmaterialumläufe. Die Disponenten und Zugverkehrsleiter haben ein leistungsstarkes System erhalten, das ihnen den laufenden Zugverkehr in Echtzeit darstellt.

Vorgehen.
Mehr als 200 interne und externe Mitarbeitende waren während 3.5 Jahren an der Entstehung der Applikation beteiligt. Nach etlichen Flächentests und einem Pilotbetrieb wurde RCS-Dispo am 6. April 2009 in Betrieb genommen.

Highlights.
Die grösste Herausforderung in dieser Zeit waren die Koordination und der termingerechte Abschluss von fünf Teilprojekten, die teilweise parallel liefen. Die enge Zusammenarbeit zwischen dem Business und den Software-Engineers ermöglichte es jedoch, diese Herausforderung erfolgreich zu meistern. Der Erfolg spricht für sich: RCS-Dispo läutete nicht nur innerhalb der SBB ein neues Zeitalter bei der Überwachung des Verkehrsgeschehens ein, die Entwicklung wird weltweit nachgefragt und verkauft.

SAP

Procure to Pay (P2P): Bestellungen und Rechnungen papierlos bearbeiten.

Ausgangslage.
Das bei der SBB langjährig eingesetzte System zur Bearbeitung der Kreditorenrechnungen war am Ende seines Lebenszyklus angelangt. Anstatt eine rein technische Ablösung für die über zehn verschiedenen Prozesse einzuführen, sollte im Projekt «Procure to Pay (P2P)» eine Lösung entwickelt werden, die den Workflow neu vereinfacht und konzernweit standardisiert.

Lösung.
Im Rahmen von P2P wurde auf Basis von SAP eine Lösung erarbeitet, die Bestellungen und Rechnungen neu automatisch an die zur Freigabe berechtigte Person verschickt. Die mehr als 10‘000 Mitarbeitenden, die das System in ihrer täglichen Arbeit nutzen, müssen sich somit keine Gedanken mehr machen, an wen sie die Bestellung bzw. Rechnung weiterleiten müssen. Zudem unterstützt die Lösung sowohl die elektronische Bestellungsabwicklung als auch den elektronischen Rechnungseingang, wodurch der gesamte Prozess papierlos abgewickelt werden kann – ein Dienst an der Umwelt.

Vorgehen.
Das Projekt dauerte 2.5 Jahre und wurde von über 40 SBB Mitarbeitenden bearbeitet und eingeführt. Nebst der Informatik waren die Teilprojekte Schulungen, organisationales Change-Management, sowie das gesamte Testing sehr anspruchsvoll.

Highlights.
Besonders lehrreich war das Projekt deshalb, weil zu Beginn mehr als zehn verschiedene Prozesse für die Abwicklung von Bestellungen und Rechnungen vorhanden waren, die es alle zu vereinfachen und standardisieren galt. Eine Herausforderung, die Hand in Hand mit allen Beteiligten angegangen und erfolgreich gemeistert wurde: Seit Februar 2013 ist P2P konzernweit ausgerollt.

Web

Das TIP Briefingtool: Ein Segen für das Zugpersonal.

Ausgangslage.
Vor der Einführung des TIP Briefingtools mussten das Lok- und Zugpersonal die für die bevorstehende Tour relevanten Informationen wie Formationsdaten und ihre persönlichen Tourdaten aus verschiedenen Quellen zusammen suchen. Dies bedeutete ein grosser Aufwand, beanspruchte viel Zeit und war im Zeitalter der Vernetzung schlicht ein unhaltbarer Zustand.

Lösung.
Mit dem Projekt «TIP Briefingtool» wurde eine Lösung entwickelt, mit der das Zugpersonal alle notwendigen Tourdaten mobil abfragen und sie innert Sekunden auf dem Display einsehen kann. Nebst der Einsparung von Zeit und Aufwand konnten mit der Lösung Papier und Gewicht eingespart werden, welches das Lok- und Zugpersonal vormals ständig mit sich tragen musste. Weiter ist es dem Personal mit dieser Lösung heute möglich das Briefing von zuhause oder unterwegs anzuschauen und die Kundinnen und Kunden dank Echtzeit-Daten besser zu informieren.

Vorgehen.
Erste Konzepte fürs Briefingtool wurden im März 2008 erstellt. Die anschliessende Umsetzung dauerte ein Jahr, bevor das Tool im Januar 2010 in Betrieb genommen wurde. Insgesamt waren rund 12 Mitarbeitende am Projekt beteiligt.

Highlights.
Die Einführung der mobilen Version bildete das Highlight des Projekts. Für das Zugpersonal war die neue Lösung ein Segen und die Reaktionen waren entsprechend. Auch das Projekt-Team profitierte: Es konnte sich viel neues und spannendes Bahn-Know-how aneignen, da es sich intensiv mit der Zusammensetzung eines Zugs auseinander setzen und sich in die Situation des Zugpersonals einfühlen musste.

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