Transportpolizei.
Transportpolizei.
Die Transportpolizei sorgt in den Verkehrsmitteln und auf dem Areal verschiedenster Transportunternehmen im öffentlichen Verkehr für Sicherheit und Ordnung. Als spezialisierte Sicherheitspolizei erfüllt sie ihre Aufgaben in allen Landesteilen der Schweiz und arbeitet eng mit dem Zugpersonal, anderen Polizeikorps, der Militärpolizei, dem Grenzwachtkorps und privaten Sicherheitsdiensten zusammen. Sie verfügt über polizeihoheitliche Kompetenzen.
Transportpolizistinnen und -polizisten patrouillieren in der Regel in Uniform, ausnahmsweise in Zivilkleidung. Dabei arbeiten sie am Puls des Geschehens und stehen in direktem Kontakt mit den Kundinnen und Kunden der Transportunternehmen sowie den Passantinnen und Passanten in den Bereichen der Bahnhöfe und Stationen. Die Arbeit bei der Transportpolizei ist herausfordernd und abwechslungsreich. Sie verlangt geistige Stabilität, körperliche Robustheit, Flexibilität und eine rasche Auffassungsgabe.
Aus- und Weiterbildung.
Die einjährige Ausbildung zur Transportpolizistin, zum -polizisten erfolgt an einer anerkannten Polizeischule und wird mit dem eidgenössischen Fachausweis als Polizist/in I abgeschlossen.
Nach dem Übertritt ins Korps wird der persönlichen und der fachlichen Entwicklung unserer Mitarbeitenden grosse Beachtung geschenkt. Externe Kursbesuche, Weiterbildungsaufenthalte in anderen Polizeikorps und mehrere Tage interne Korpsausbildung pro Jahr tragen dazu bei, den stetig steigenden Anforderungen des Polizeialltages gewachsen zu sein.
Aufgaben.
- Uniformierte Präsenz in Transportmitteln, auf Bahnhöfen (community policing) und generell auf dem Areal der Transportunternehmen;
- Unterstützung der Reisenden und des Personals des öffentlichen Verkehr;
- Polizeiliche Intervention zur Wiederherstellung von Sicherheit und Ordnung (Szenenauflösung, Taschen-diebstahl, mobile Interventionen auch mit eigenen Dienstfahrzeugen);
- Begleitung von Eventzügen (Fussball, Eishockey) und Unterstützung bei Grossanlässen (z.B. World Economic Forum WEF);
- Einsatz von Spezialformationen (z.B. Diensthunde-gruppe, Vandalismus- und Graffitibekämpfung
Leistungsausweis.
- Jährlich werden auf der Einsatzleitzentrale ca. 130‘000 Anrufe registriert.
- Täglich werden ca. 1–2 Personen aufgegriffen, die im Polizeiinformationssystem RIPOL verzeichnet sind.
Prävention.
Die SBB Transportpolizei verfügt über eine eigene Präventionsabteilung. Die Präventionsassistentinnen und -assistenten sind psychologisch geschult und beherrschen insbesondere die Techniken der Dialogführung und der Deeskalation in schwierigen Konfliktsituationen. Ihre sichtbare Präsenz auf Bahnhöfen und in den Transportmitteln des öffentlichen Verkehrs sowie ihr Geschick im Umgang mit den verschiedenen sozialen Schichten bilden einen wichtigen Eckpfeiler der Sicherheitsstrategie der SBB.
Die Mitarbeitenden der Prävention tragen eine Uniform. Auf ihren Patrouillengängen sind sie unbewaffnet, können aber auf ihre regelmässig trainierten Selbstverteidigungstechniken vertrauen. Sie setzen insbesondere die Bahnhofordnung der SBB durch und üben das Hausrecht aus. Da die Angehörigen der Präventionsabteilung zwar zur SBB Transportpolizei gehören, jedoch keine Sanktionen verhängen, geniessen sie insbesondere unter den Jugendlichen grosses Vertrauen und Akzeptanz.
Aus- und Weiterbildung.
Die Ausbildung zur Präventionsassistentin, zum Präventionsassistenten erfolgt durch die SBB Transportpolizei und durch das Schweizerische Rote Kreuz. Nebst der Förderung der Sozialkompetenz in Theorie und Praxis werden zusätzlich Eigenschutz- und Interventionstechniken, Bahnwissen und sanitätsdienstliches Fachwissen vermittelt. Die Präventionsabteilung ist in die regelmässige Korpsausbildung der Transportpolizei integriert. Bei entsprechender Eignung und Neigung können Mitarbeitende der Prävention für die Polizeiausbildung zugelassen werden oder Aufgaben in der Stabsabteilung der Transportpolizei übernehmen.
Aufgaben.
- Uniformierte Präsenz in Transportmitteln und auf Bahnhöfen;
- Erteilen von Auskünften und Hilfeleistung zugunsten der Fahrgäste;
- Intervention bei Verstössen gegen die Bahnhofordnung und die Benützungsbestimmungen;
- Aktive Kontaktaufnahme mit den verschiedenen Parteien bei sich abzeichnenden Konflikten
Leistungsausweis.
- Präventionsassistentinnen und -assistenten erteilen während ihrer Patrouillentätigkeit jährlich über 40‘000 Auskünfte.

