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Wasserkraftwerk Amsteg.

Das Wasserkraftwerk Amsteg liegt in der Gemeinde Silenen im Kanton Uri. Es wurde 1922 nach vierjähriger Bauzeit in Betrieb genommen. Das Kraftwerk Amsteg gehört zu 90 Prozent der SBB; 9 Prozent sind im Besitz des Kantons Uri , die Urner Kantonalbank hält 1 Prozent.

Das Wasserkraftwerk Amsteg ist ein wichtiges Glied in der Reuss-Kaskade. In den drei Stufen Göschenen-Wassen-Amsteg wird das Wasser gleich dreimal zum Strom produzieren genutzt. Im Kraftwerk Amsteg wird das Wasser, das zuvor im Kraftwerk Wassen genutzt wirdvom  Staubecken Pfaffensprung durch zwei 7,3 Kilometer lange Druckstollen ins Berginnere zum Wasserschloss oberhalb von Bristen geleitet. Zusätzlich wird Wasser vom Fellibach sowie vom Chärstelen- und Etzlibach gefasst.  VomWasserschloss aus  stürzt das Wasser über 280 Meter Höhe auf die drei Pelton-Turbinen des Kraftwerks in Amsteg.

In seiner ursprünglichen Ausprägung als Laufkraftwerk ohne grosses Staubecken produzierte die Anlage durchschnittlich 306 Gigawattstunden pro Jahr. Im Hinblick auf den Bau des Gotthard-Basistunnels sowie des Projekts «Bahn 2000» und dem damit erhöhten Bedarf an Energie wurde das alte Kraftwerk zwischen 1993 und 1998 durch einen Neubau in einer Felskaverne ersetzt. Dank des Ausbaus der Wasserfassung verfügt das Kraftwerk seither über eine höhere und konstantere Leistung.

Die jährliche Produktion beträgt 450 Gigawattstunden. Damit ist Amsteg das grösste Kraftwerk im Kanton Uri. Zusammen mit dem Kraftwerk Ritom im Tessin spielte das Kraftwerk Amsteg eine bedeutende Rolle bei der Elektrifizierung der Gotthardstrecke.

Führungen

Die SBB begrüsst Sie jederzeit herzlich im Wasserkraftwerk Amsteg und führt Sie tiefer in die Welt der Stromproduktion ein. Informationen und Reservationen unter: fuehrungen@sbb.ch

Kennzahlen

TypLaufwerk mit Zwischenspeicher
Gesamtleistung120 Megawatt
Jahresproduktion450 Gigawattstunden
Fallhöhe brutto280 Meter
Wassermenge50 Kubikmeter pro Sekunde
Turbinen3 Peltonturbinen vertikal, sechsdüsig
Generatoren3 Synchrongeneratoren
Scheinleistung3 mal 50 Megavoltampere
Pumpenkeine
  

    

Vorsicht beim Aufenthalt an Fluss- und Bachbetten.
Beim Betrieb von Wasserkraftwerken kann eine plötzliche Zunahme der Wassermenge – so genanntes Schwallwasser – entstehen. Dieses birgt für Personen, die sich in oder in der Nähe von Wasserläufen aufhalten, ein nicht zu unterschätzendes Gefahrenpotential.
 

Flyer Schwallwasser. 623 kB

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