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Vorbildlicher Klimaschutz.

Der Klimawandel ist eine der grossen Herausforderungen unserer Zeit. Die Bahn ist und bleibt das umweltfreundlichste Transportmittel neben dem Langsamverkehr wie dem Velo. Die SBB trägt mit der Verkehrsverlagerung einen wesentlichen Teil zum Klimaschutz der Schweiz bei. Mit ihrer Klimaschutzstrategie engagiert sich die SBB zudem aktiv für die Senkung der CO2-Emissionen im Bahnbetrieb, den Bahnhöfen, Büro- und Werkgebäuden und Anlagen. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, ihre CO2-Emissionen bis 2025 gegenüber 1990 zu halbieren.

Die SBB leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz der Schweiz.

Die Bahn ist das klimafreundlichste Verkehrsmittel neben dem Langsamverkehr. Eine Bahnfahrt in der Schweiz verursacht 20 Mal weniger CO2 als eine Autofahrt auf einer vergleichbaren Strecke.

Dank den klimafreundlichen Transportlösungen und der Verkehrsverlagerung auf die SBB vermeidet die Schweiz jährlich den Ausstoss von 5 Mio. Tonnen CO2, was 10% der Gesamtemissionen der Schweiz entspricht.

CO2-Ausstoss pro Verkehrsmittel.
Quelle: Mobitool.

CO2 pro Personenkilometer

Die SBB halbiert den CO2-Ausstoss.

Mit Energiesparen und der Umstellung auf erneuerbare Energien hat die SBB bis Ende 2015 ihre CO2-Emissionen gegenüber 1990 um 37% auf 132 575 Tonnen CO2 gesenkt.

In der aktualisierten Klimastrategie setzt sich die SBB ein ambitioniertes strategisches Ziel. Bis 2025 will die SBB ihre CO2-Emissionen gegenüber 1990 halbieren. Zusätzlich werden zukünftig auch indirekte Emissionen aus der Versorgungskette sowie Emissionen durch die Produktnutzung strategisch adressiert. Damit ist die SBB Vorreiterin in der Reduktion von CO2-Emissionen.

CO2-Ausstoss SBB in Tonnen.

CO2-Ausstoss SBB in Tonnen

Die SBB konzentriert sich in ihrem Klimaschutzprogramm auf folgende vier Handlungsschwerpunkte:

Energiesparen.

Die grössten Hebel zur CO2-Senkung liegen nicht beim Bahnbetrieb, sondern bei den Gebäuden und Anlagen sowie beim Treibstoffverbrauch von Rangierfahrzeugen.  

CO2-Emissionen der SBB 2015.

  • Grafik Energieverbrauch und damit verbundene CO2-Emissionen

Im Rahmen ihres Energiesparprogramms hat die SBB Zielvereinbarungen mit der Energie Agentur der Wirtschaft für zahlreiche Bahnhöfe, Werkstätten und Verwaltungsgebäude abgeschlossen, um den Energieverbrauch und die stationären CO2-Emissionen nachhaltig zu senken. Weitere Reduktionen werden erzielt, indem die Potenziale bei baulichen Erneuerungen konsequent genutzt werden und bei einem Heizungsersatz auf erneuerbare Energieträger gesetzt wird.

Um den Treibstoffverbrauch von Rangierfahrzeugen zu reduzieren, setzt die SBB auf modernste Technik wie Hybridfahrzeuge und neue Steuerungskonzepte, und schult ihre Lokführer und Fahrer von Strassenfahrzeugen im ökologischen Fahren.

Erneuerbare Energie.

Bereits heute deckt die SBB rund 90 Prozent ihres Bahnstrombedarfs mit klimafreundlicher Wasserkraft, bis im Jahr 2025 werden es 100 Prozent sein. Neben dem Bahnstrom verbraucht sie auch rund 243 Gigawattstunden 50 Hz Haushaltsstrom für den Betrieb der Bahnhöfe, Bürogebäude und Anlagen, welcher bereits im Jahr 2019 ausschliesslich aus erneuerbarer Energie bestehen wird. Mit dem Umstieg auf 100% erneuerbare Energie beim Bahn und Haushaltsstrom wird die SBB ihre CO2-Emissionen um über 55 000 Tonnen (1990–2025) reduzieren, dies trotz zunehmenden Stromverbrauchs u.a. für den Betrieb des neuen Gotthard Basistunnels ab 2016. Die SBB ersetzt zudem fossile Heizungen mit Wärmepumpen und Holz und beschafft – wenn möglich – 2-Kraft-Fahrzeuge. Diese können auf elektrifizierten Strecken mit Bahnstrom fahren, was den Dieselverbrauch stark senkt.

Wertschöpfungskette.

Zusätzlich zu den direkten Emissionen im Betrieb werden zukünftig auch Emissionen adressiert, welche in der vor und nachgelagerten Versorgungskette anfallen. Im Fokus stehen die Emissionen bei Lieferanten, Auftragnehmern, und Entsorgern sowie in der Mitarbeitermobilität und der Personalverpflegung.  

Produkte.

Eine enge und gut abgestimmte Verknüpfung zwischen öffentlichem Verkehr und Individualverkehr ist zentral für die Attraktivität der Bahn. Dank Angeboten wie P+Rail, Veloparkplätzen und Partnerschaften mit Car- und Bikesharing Anbietern, fördert die SBB eine klimafreundliche Reisekette von Tür zu Tür.

Mittels Angeboten wie dem Umweltrechner werden die Umweltauswirkungen der Reisen transparent auswiesen. Dadurch unterstützt die SBB ihren Kundinnen und Kunden dabei, ihren ökologischen Fussabdruck zu reduzieren.

Neue Angebote und Produkte werden hinsichtlich ihrer Chancen und Risiken für den Klimaschutz beurteilt, um klimafreundliche Lösungen erarbeiten zu können.


Die SBB ist direkt vom Klimawandel betroffen.  

Mit vorausschauenden Massnahmen sorgt die SBB dafür, dass sie das Netz auch dann sicher betreiben kann, wenn die Folgen des Klimawandels mit extremen Wetterereignissen spürbar werden. Weitere Informationen finden Sie unter Naturgefahren.  

Leuchtturmbeispiele.

Dieselverbrauch sinkt dank 2-Kraft-Fahrzeugen.

Bei den Rangierloks setzt SBB Cargo mit der Anschaffung der Hybridlok Eem 923 auf ein nachhaltiges und ressourcenschonendes Fahrzeug für den schweren Rangier und Zustelldienst. Dank den neuen Loks kann der CO2-Ausstoss um 4000 Tonnen jährlich verringert werden. Insgesamt sind bei SBB Cargo 30 Fahrzeuge dieses Typs im Einsatz.

SBB Infrastruktur hat 47 Rangier- und Streckenlokomotiven bestellt. Bei der Beschaffung spielten erstmals Kriterien der Energieeffizienz eine bedeutende Rolle. Diese energieeffizienten 2-Kraft-Fahrzeuge verfügen neben den Dieselmotoren auch über einen effizienten elektrischen Antrieb. Damit kann der hohe Elektrifizierungsgrad des SBB-Netzes ausgenutzt werden. Im Vergleich zu einer herkömmlichen Diesellokomotive verringern sich der Dieselverbrauch und der CO2-Ausstoss um 75%.  

Holz statt Heizöl.

Die SBB will auf fossile Heizungen verzichten. Wenn immer technisch und wirtschaftlich möglich, werden erneuerbare Energien für die Heizung der Gebäude eingesetzt. Zum Beispiel CO2-neutrale Pellets aus Holzabfällen schweizerischer Sägewerke. Seit 2016 wurden so schweizweit bei fast 20 Anlagen rund 200 000 Liter Heizöl durch Holzpellets ersetzt, dies entspricht einer Reduktion von über 600 Tonnen Kohlendioxid.

So wird zum Beispiel der Bahnhof Yverdon anstatt mit  rund 60 000 Liter Öl hauptsächlich mit Holz beheizt. Die neue Anlage ist zudem mit einem Rauchgasfilter ausgestattet. SBB-Bauten sind oft denkmalgeschützt, was Gebäudehüllensanierungen erschwert. Um den CO2-Fussabruck trotzdem senken zu können, setzt die SBB auf erneuerbare Energieträger. So auch im historischen Lokdepot von Delémont, wo eine Pelletheizung installiert wurde.

Historisches Lokdepot Delémont
Historisches Lokdepot Delémont. Quelle: Wikipedia

Energiesparende Weichenheizungen.

Wetterstationen im Gleisfeld messen die Aussentemperatur und den Niederschlag. Anhand dieser Informationen wird die Einschaltdauer der Weichenheizungen optimiert. Dies bringt bis 2030 jährliche Einsparungen von 9,3 GWh und eine CO2-Reduktion von 1600 t. Die Weichenheizungen neuerer Generation sind damit durchschnittlich 120 Stunden pro Jahr weniger lang in Betrieb. Die Sicherheit und Verfügbarkeit der Weichen ist weiterhin garantiert.

Weichenheizungen können mit Gas oder Strom betrieben werden. Gasheizungen beanspruchen mehr Leistung und sind bei gleicher Betriebsdauer energieintensiver als Elektroweichenheizung. Deswegen werden, wo technisch und wirtschaftlich möglich, Gasheizungen mit  elektrischen ersetzt. Neben den energetischen Einsparungen verringern sich durch den Wechsel des Energieträgers von Gas zu Bahnstrom die Treibhausgasemissionen auf einen Bruchteil (-99%).  

Energiesparende Weichenheizungen

Güterverkehr spart Energie und CO2 dank Gotthard Basistunnel.

Die SBB geht anhand von Simulationen davon aus, dass sich der Energiebedarf der Gotthard-Basislinie im Vergleich zur Bergstrecke um mindestens 10 Prozent reduziert. Beim Personenverkehr rechnet die SBB mit 20 Prozent mehr Energiebedarf pro Zug im Gotthardbasistunnel durch höhere Geschwindigkeiten (bis 200 km/h) und höheren Luftwiderstand im Tunnel.

Beim Güterzugverkehr hingegen sinkt bei der Energiebedarf pro Zug und somit auch der CO2-Ausstoss um rund 30 Prozent. Denn die Güterzüge benötigen weniger Energie, weil sie im Tunnel mehr elektrisch bremsen und damit rekuperieren können als auf der Bergstrecke.  Der Eigenbedarf des Tunnels (Lüftung, Technik) ist in den Berechnungen mitberücksichtigt.

Gotthard Basistunnel

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