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Lärm

Neben zahlreichen Vorteilen in Bezug auf die Umwelt ist der Bahnbetrieb auch mit einigen negativen Auswirkungen verbunden – eine davon ist Lärm. Dank eines umfassenden Lärmsanierungsprogramms ist die SBB seit 15 Jahren europaweit Vorreiter beim Schutz der Bevölkerung vor Bahnlärm. An weiterführenden Verbesserungen im Bahn- und Rangierbetrieb sowie bei abgestellten Zügen und Baulärm arbeitet sie intensiv.

Lärmsanierung der Flotte

Wann immer möglich bekämpft die SBB Lärm direkt an der Quelle. So hat sie mit Unterstützung des Bundes bis heute sämtliche Personenwagen und rund 6300 Güterwagen lärmsaniert, d.h. mit sogenannten K-Bremssohlen aus Verbundstoffen ausgerüstet. Zudem hat SBB Cargo 2000 neue lärmarme Güterwagen beschafft, so dass heute fast die ganze Flotte leise über die Schienen rollt. Auf den wichtigen Transitstrecken verkehren allerdings rund 50 Prozent ausländische Güterwagen mit alten, lauten Bremssystemen. Zusammen mit dem Internationalen Eisenbahnverband (UIC) macht sich die SBB deshalb für die Sanierung ausländischer Güterwaggons stark. Bis 2020 sollen keine lauten Güterwagen mehr auf dem Schweizer Bahnnetz verkehren dürfen.

Schallschutz an Bahnlinien

Um Anwohnerinnen und Anwohner zusätzlich zu schützen, erstellt die SBB entlang dicht bewohnter Gebiete Lärmschutzwände. Inzwischen beträgt die Gesamtlänge rund 300 Kilometer. Kommt es trotz obigen Massnahmen zu Überschreitungen der Lärmgrenzwerte, werden Schallschutzfenster montiert. Die Kantone sorgen hier für den einheitlichen Vollzug.

Weitere Optimierungen

Zusammen mit dem Bund und Fachexperten erarbeitet die SBB ein ergänzendes Massnahmenpaket zum Lärmschutz. Zu den Massnahmen zählen technische Optimierungen im Gleis, im Rangierbetrieb, bei abgestellten Zügen und beim Baulärm.

Leise Güterwagenflotte

Die Lärmsanierung der Güterwagen hat einen wesentlichen Beitrag zu einem leiseren Bahnbetrieb geleistet. Auch bei der internationalen Flotte sind die Aussichten auf baldige Lärmreduktion gut.


Optimierung Gleis

Als ergänzende Massnahme untersucht die SBB beim Gleis Lärmminderungspotenziale. Die SBB sucht – in Abhängigkeit der örtlichen Bedingungen – optimale Kombinationen der verschiedenen Gleisbestandteile, um den Lärm weiter zu reduzieren. Dieses Projekt ist komplex und die SBB steht noch am Anfang ihrer Arbeiten, die sie in enger Kooperation mit international führenden Fachexperten vorantreibt.

Abgestellte Züge

Neue und moderne Reisezüge sind mit komplexen Systemen ausgerüstet. Zur Sicherung und Überwachung müssen diese auch im Stillstand laufen und erzeugen dabei Lärm. Die SBB klärt schweizweit die Lärmbelastung durch diese Systeme und sucht nach Lösungen.

Rangierlärm

Auch der nächtliche Rangierlärm stört die betroffenen Anwohner. Die SBB saniert auf den fünf grossen Rangieranlagen laufend die grössten Lärmquellen. Bei Gesamterneuerungen von Rangieranlagen stehen lärmmindernde Massnahmen im Fokus.

Baulärm

Da der Unterhalt der Bahnanlagen meistens nachts erfolgen muss, kann für eine oder einige Nächte Baulärm entstehen. Die SBB ist sich dessen bewusst und informiert die Anwohner im Voraus. Auch für die besonders lärmigen Baumaschinen und -vorgänge sucht sie laufend neue Lösungen.

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