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Léman 2030.

Léman 2030

Die Genferseeregion von morgen ist unsere Herausforderung von heute.

Die Genferseeregion ist der zweitwichtigste Wirtschaftsstandort der Schweiz und eine der zehn dynamischsten Regionen Europas. Sie hat in den Jahren 2000 bis 2008 einen bedeutenden demografischen und wirtschaftlichen Aufschwung mit rund 120 000 zusätzlichen Einwohnern und 52 000 zusätzlichen Arbeitsplätzen verzeichnet. Für die SBB Gruppe weist sie ein grosses Wachstumspotenzial auf.

Zurzeit transportiert die SBB jeden Tag bis zu 50 000 Reisende zwischen Lausanne und Genf, dazu 11 000 Personen auf dem künftigen Genfer S-Bahn-Netz Réseau Express Régional Franco-Valdo-Genevois (FVG) und 27 000 auf dem Lausanner S-Bahn-Netz (REV). Die Nachfrage wächst in der Westschweiz um 2% mehr als in der übrigen Schweiz.

Zukunft.

Die Zahl der Reisenden zwischen Lausanne und Genf hat sich in den Jahren 2000 bis 2010 verdoppelt. Sie wird sich bis zum Jahr 2030 nochmals verdoppeln und auf rund 100 000 Personen pro Tag steigen. Die Genfer und Lausanner S-Bahn-Netze werden ihr Angebot erweitern und zusätzliche leistungsstarke Züge einführen. Darüber hinaus besitzt auch die zukünftige Verbindung zwischen Genf und Annemasse (CEVA) ein herausragendes Wachstumspotenzial.

Projekt.

Mit dem Projekt Léman 2030 verpflichteten sich die Kantone Waadt und Genf, das Bundesamt für Verkehr (BAV) und die SBB dazu, das Angebot und die Infrastrukturen phasenweise zu entwickeln. Die SBB haben sich als Priorität gesetzt, die Kapazitäten der Sitzplätze zwischen Lausanne und Genf zu verdoppeln und bis in die Jahre 2020 bis 2025 bei den S-Bahnen REV und FVG Züge im Viertelstundentakt einzusetzen. Um dieses Ziel umzusetzen, werden im nationalen Verkehr die gegenwärtigen Züge durch doppelstöckige ersetzt und bei den S-Bahnen leistungsstärkere Züge eingesetzt.

Infrastruktur.

Neben den Investitionen im Zusammenhang mit der Anschaffung neuer Züge ist die Entwicklung der Infrastrukturen ein weiterer Schlüsselfaktor für den Erfolg des Projekts. Die Eisenbahnknotenpunkte Lausanne und Genf, die von nationaler Bedeutung sind, können die Nachfrage heute fast nicht mehr bewältigen. Anpassungen sind nötig, damit sie der wachsenden Kundschaft (Zugang zu den Zügen) und dem Ausbau des Angebots (höhere Kapazität, Länge der Perrons) gerecht werden können. Um die negativen Auswirkungen einer solchen Baustelle auf die Kundschaft so gering wie möglich zu halten, müssen die Arbeitsphasen und die Kommunikation innovativ geregelt werden.

Finanzierung.

Die Infrastrukturkosten für die erste Phase des Projekts Léman 2030 werden auf rund 2,5 Milliarden Franken geschätzt. Die Beschaffung und die Handhabung der jährlich benötigten finanziellen Mittel erfordern ebenfalls eine neue Herangehensweise: Die Kantone finanzieren bestimmte Phasen des Projekts vor. Das Projekt ermöglicht den Ausbau der Bahnhöfe Lausanne und Genf, einen besseren Zugang zu den Zügen und eine Verbesserung der Schnittstellen mit dem städtischen Öffentlichen Verkehr. Bei der Verbindung Lausanne–Genf liegt der Fokus auf der Aufwertung der Bahnhöfe von Morges, Allaman, Rolle, Gland und Nyon und der Haltestellen der S-Bahn sowie der Planung der für die Infrastruktur notwendigen Bauflächen gemäss den nächsten Phasen des Projekts Léman 2030.