Konzernweites Energiesparprogramm.
Die SBB hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2015 mit ihrem Energiesparprogramm 10 Prozent Energie gegenüber dem prognostizierten Jahresverbrauch einzusparen. Diese entsprechen einer Grössenordnung von rund 230 GWh jährlich.
Einsparwirkung Energiesparprogramm bis 2015.
2011 steigerte die SBB die Massnahmenwirkung des Energiesparprogramms auf 145 GWh. Das entspricht dem Stromverbrauch von mehr als 36 000 Haushalten. Mittelfristig will die SBB ihre Einsparziele erhöhen und das Energiesparprogramm ausbauen.
Konkrete Energiesparmassnahmen werden in den drei Kernbereichen Gebäude, Rollmaterial sowie im Fahrbetrieb umgesetzt:
Gebäude und Anlagen.
Für die 130 grössten Objekte – Bahnhöfe, Werkstätten und Verwaltungsgebäude – hat die SBB Zielvereinbarungen mit dem Bund abgeschlossen. Neubauten und Sanierungsprojekte sollen, wo immer wirtschaftlich sinvoll, anspruchsvollen Energieeffizienzstandards genügen. Mit einer zentralen Energiebuchhaltung sowie einem aktiven Kosten- und Verbrauchscontrolling werden die Erfolge der Energiesparbemühungen besser messbar.
Mit Energiesparkampagnen werden die Mitarbeitenden im ganzen Unternehmen über Möglichkeiten zum Energiesparen informiert und das Bewusstsein für einen rationellen Umgang mit Energie gefördert.
Rollmaterial.
Beim Rollmaterial sind technische Optimierungen, beispielsweise von Antriebsregelungen bei Triebfahrzeugen, vorgesehen. Vor allem bei älteren Reisezugwagen, die abgestellt sind, bestehen erhebliche Einsparpotentiale über den Heizsparbetrieb oder eine angepasste Klimatisierung. Bei Fahrzeugbeschaffungen und Modernisierungen werden Energieeffizienzkriterien konsequent berücksichtigt.
Fahrbetrieb.
Betriebsabläufe sowie den eigentlichen Fahrbetrieb auf dem ganzen SBB Netz will die SBB durch verschiedene Massnahmen verbessern bzw. optimieren. Lokführerschulungen sind eine konkrete Massnahme. Das Stichwort dazu lautet «energieeffiziente Fahrweise», die ein sofortiges Abfahren, zügiges Beschleunigen und den gezielten Einsatz der elektrischen Bremse bei höheren Geschwindigkeiten umfasst. Das höchste Einsparpotenzial haben Massnahmen, die im Zusammenspiel zwischen der Betriebsführung und den Lokführern einen flüssigen Betriebsablauf ermöglichen. Projekte zur Erhöhung der Pünktlichkeit und Netzkapazität ermöglichen eine gleichmässigere Fahrweise, reduzieren die Signalhalte und damit letztendlich auch den Energieverbrauch.

