Sparsame Technologie.
Insgesamt verbraucht die SBB jährlich rund 2300 Gigawattstunden Energie in Form von Strom, Brenn- und Treibstoffen. Der Zugverkehr beansprucht davon vier Fünftel.
Den Rest benötigt die SBB für Heizungen, als Strom für die Bahntechnik, Beleuchtung und Computer sowie als Treibstoff für Strassenfahrzeuge. Dank neuer Heizanlagen und einer effizienteren Gebäudenutzung konnte die SBB ihren Heizenergieverbrauch seit 1999 um rund zehn Prozent senken.
Züge der SBB brauchen lediglich 8,2 Kilowattstunden Strom, um einen Fahrgast hundert Kilometer weit zu befördern. Dies entspricht einem Benzinverbrauch von knapp einem Liter. Auch der Güterverkehr auf Schienen ist sehr sparsam: Eine SBB Güterlok verbraucht im Durchschnitt 6,5 Kilowattstunden Strom, um eine Tonne Güter hundert Kilometer weit zu transportieren. Umgerechnet sind dies 0,6 Liter Diesel.
Gründe für diese Genügsamkeit sind der geringe Rollwiderstand der Stahlräder auf den Schienen, die Reduktion des Luftwiderstands im Zugverband, der hohe Wirkungsgrad von Elektroloks sowie die Rückspeisung von Bremsenergie.
Im Interesse ihrer Kunden baut die SBB ihr Angebot kontinuierlich aus. Mit steigenden Geschwindigkeiten und Komfortsteigerungen wie Klimaanlagen in den Zügen macht die SBB das Bahnfahren noch attraktiver. Damit steigt aber auch der Energiebedarf. Die SBB erarbeitet zurzeit eine Energiebeschaffungsstrategie, die die Energieversorgung auch zukünftig sicherstellt. Ihren Mehrbedarf ab 2013 deckt die SBB zu 100 Prozent mit erneuerbarer Energie aus Wasserkraft. Damit steigt der Anteil der erneuerbaren Energien am Bahnstromverbrauch ab 2013 auf über 80 Prozent.
Um dem steigenden Energieverbrauch entgegenzuwirken, setzt die SBB bereits seit 2008 ein konzernweites Energiesparprogramm um. 2011 steigerte sie die Massnahmenwirkung auf 145 GWh. Das entspricht dem Stromverbrauch von mehr als 36 000 Haushalten. Mittelfristig will die SBB ihre Einsparziele erhöhen und das Energiesparprogramm ausbauen.

