Rücksicht aufs Trinkwasser.
Um das Trinkwasser zu schützen, hat die SBB den Einsatz von giftigen Substanzen genau geregelt. Aus dem gleichen Grund will die Bahn sämtliche Züge mit Vakuumtoiletten und Abwassertanks ausrüsten.
Das Trinkwasser stammt in der Schweiz überwiegend aus Grundwasserspeichern im Boden. Für die SBB bedeutet dies eine besondere Verantwortung, denn ihr Schienennetz führt häufig durch Einzugsgebiete von Grundwasserfassungen. Darum wird der Umgang mit Stoffen, die das Wasser gefährden können, genau kontrolliert.
Weniger Unkrautmittel.
Die Bahn muss Pflanzen unter und neben den Geleisen im Zaum halten, denn wuchernde Sträucher und Kräuter können Schienen destabilisieren, Signale verdecken, oder Streckenpersonal zu Fall bringen.
Die SBB setzt bei der Pflanzenbekämpfung auf eine Kombination aus verschiedenen Methoden und verzichtet wenn immer möglich auf den Einsatz von Herbiziden. Stattdessen reissen Unterhaltsarbeiter die Pflanzen aus oder mähen sie ab. Dadurch hat sich der Bedarf an Pflanzengift gegenüber früher auf ein Viertel verringert. Seit den 1990er-Jahren wird ausschliesslich ein bestimmtes Blattherbizid eingesetzt.
Auf Neubaustrecken legt die SBB eine undurchlässige Schicht unter den Bahndamm. Diese stoppt Pflanzen, die von unten in die Gleisanlagen hineinwachsen könnten. Zudem verhindert die Sperre das Einsickern von schädlichen Flüssigkeiten.
Eine saubere Sache.
Noch vor nicht allzu langer Zeit gab es in den Zügen ausschliesslich offene Toiletten, durch die Abwässer und Fäkalien direkt auf die Geleise gelangten. Mittlerweile sind 58 Prozent der SBB Züge mit geschlossenen WC-Systemen und Abwassertanks ausgestattet. Darin werden die Abwässer zurückgehalten und später in Kläranlagen gereinigt. Im Fernverkehr gibt es heute kaum noch offene Toiletten. Die wenigen gegenwärtig noch in Betrieb stehenden Fernverkehrswagen ohne geschlossenes WC-System werden in den kommenden Jahren ausgemustert. Im Regionalverkehr fahren hingegen noch die meisten Züge mit offenen Toiletten. Ausnahmen sind die neuen Doppelstocktriebzüge der S- Bahnen Zürich, die neuen S-Bahn-Züge in Zug, in Basel, im Tessin sowie auf der Seetalbahn. Die Flotte der bestehenden Pendelzüge wird bis 2017 modernisiert und mit geschlossenen WC-Systemen ausgerüstet.

