Naturgefahren und Klimawandel.
Das Ziel der Naturgefahrenstrategie SBB ist der integrale Schutz vor Naturgefahren und Klimawandel. Die Schutzmassnahmen, die die SBB umsetzt, sind kosteneffizient und garantieren gleichzeitig eine maximale Risikoreduktion.
Wie sich die Naturgefahrenrisiken in Zukunft klimabedingt verändern werden, lässt sich nur schwer voraussagen. Die SBB setzt deshalb auf ein vorausschauendes Naturgefahrenmanagement. Sie denkt in Gefahrenszenarien und antizipiert mögliche Folgen. Mit Hilfe neuer und innovativer Technologien wie dem Georadar oder Satellitendaten detektieren Fachleute der SBB an besonders exponierten Stellen Geländeveränderungen oder Felsverschiebungen und verfolgen diese aufmerksam.
Schutzwald als Schutzschild.
Wirksame Schutzwälder sind für die SBB ein wertvolles Gut. Auf einer Gesamtlänge von rund 340 km schützen Wälder das Bahnnetz vor Lawinen, Steinschlag und weitere Naturgefahren. Von den 8000 ha Schutzwald sind 1600 ha im Besitz der SBB. Damit ein Schutzwald seine Wirkung erbringen kann, ist sein Zustand von grosser Bedeutung. Nur ein dichter und artenreicher Wald mit einer Mischung aus Laub- und Nadelbäumen bietet hinreichend Schutz gegen Steinschlag. Und nur ein Wald ohne grössere Lücken kann das Anreissen von Lawinen wirksam verhindern. Diese Schutzwirkung ist jedoch nicht gratis. Die SBB pflegt die Schutzwälder in regelmässigen Abständen und investiert rund CHF 2 Mio. pro Jahr.
An besonders exponierten Stellen, an denen kein Schutzwald aufgezogen werden kann, ergänzen spezifische Bauten den Schutz. Dazu gehören etwa hohe Stahlnetze, Alarmanlagen oder Mitarbeitende, die vor Ort Lageeinschätzungen vornehmen. Insgesamt investierte die SBB 2011 CHF 30 Mio., um Naturgefahren vorzubeugen. Darin eingeschlossen sind die Pflege des Schutzwaldes, der Bau und Unterhalt von Schutzbauten, die Überwachung der Naturgefahren sowie die Pflege und der Unterhalt der Gehölzer im Sicherheitsstreifen entlang der Bahnlinien.

