Biodiversität.
Neben 4300 ha Wald überwacht die SBB 2600 ha Böschungen und Gleisrandstreifen auf einer Länge von rund 3200 km. Deren Unterhalt ist eine Daueraufgabe. Durch die wiederkehrende Pflege sind auf grosser Länge wertvolle, gestufte Waldränder und Saumstrukturen entstanden. Diese Lebensräume zeichnen sich durch einen hohen Artenreichtum aus.
Verkehrsinfrastrukturen haben in den letzten dreissig Jahren insbesondere im Mittelland zur Zerschneidung von Lebensräumen und zur Zerstörung von Flächen beigetragen. Nur teilweise konnten diese durch Ersatzmassnahmen ausgeglichen werden. Die Zerschneidung vieler Lebensräume führt zu einer Aufsplitterung der Tier- und Pflanzenbestände in isolierte und kleine Populationen. Insbesondere im Mittelland sollen deshalb die Böschungsbereiche von Eisenbahnstrecken extensiv gepflegt werden. Ebenso wichtig ist es, dass Wildtiere und Amphibien die Möglichkeit haben, trotz «Trennelementen» wie Bahngleisen oder Autobahnen zu wandern und damit andere Lebensräume zu erreichen.
Die SBB hat in diesem Bereich in den letzten Jahren bereits viel getan. Ein für Tiere und Pflanzen besonders wertvolles SBB Areal liegt mitten in der Stadt Zürich. Künstlich angelegte Kies- und Sandflächen, blumenreiche Magerwiesen- Böschungen, Holz- und Steinhaufen bieten zwischen dem Hauptbahnhof und Zürich – Altstetten mancherlei Arten Unterschlupf. Für dieses naturnahe Areal wurde die SBB von der Stiftung Natur & Wirtschaft ausgezeichnet. Ein weiteres Beispiel ist die Strecke zwischen Rupperswil und Aarau, die Anfang der 1990er Jahre auf vier Spuren ausgebaut wurde. Das Bahntrasse quert dort den Wildtierkorridor «Suret», der zu den wichtigsten des Mittellandes zählt. Weil zwei Unterführungen von den Tieren nicht wie erhofft als Durchgang benutzt werden, baut die SBB diese und ihre Umgebung bis 2013 für knapp CHF 9 Mio. tiergerecht aus.

