Viel Mehrwert für Unternehmen und Mitarbeitende.

Das Beratungsunternehmen STAUFEN.INOVA hat seinen Standort von Wollerau nach Zürich verlegt.

Für das Unternehmen war damit jedoch viel mehr verbunden: Es hat seine gesamte Unternehmenskultur verändert und rüstet sich so für die Zukunft. Ein Kernelement war dabei die Mobilitätsfrage, da ein Grossteil der Mitarbeitenden als Beraterinnen und Berater täglich unterwegs ist.

Wir treffen Urs Hirt, Co-Geschäftsführer der STAUFEN.INOVA, am neuen Hauptsitz in der Nähe des Hauptbahnhofs Zürich. Die Büroräumlichkeiten sind hell und modern. Es gibt zwei etwas abgetrennte Ecken, wo gerade zwei Meetings laufen. Der grösste Teil des Büros ist jedoch eine offene Fläche mit Tischen und Stühlen, die allesamt aus Holzkisten auf Rädern gefertigt wurden. «So können wir den Raum ganz einfach individuell nach unseren Bedürfnissen umgestalten», sagt Urs Hirt, während wir uns an einen der Tische setzen. 

SBB Green Class, die Mobilitätslösung für Unternehmen

Interview mit Urs Hirt.

Urs Hirt, Sie sind mit der Firma STAUFEN.INOVA vor wenigen Monaten von Wollerau in die Stadt Zürich gezogen. Weshalb wurde dieser Standortwechsel notwendig?

Wir hatten in Wollerau zwar riesige Büroräumlichkeiten, doch es war alles sehr anonym. Es fehlte die kreative Zone, der Ort für den gemeinsamen Austausch. Es kam vor, dass ich abends aus dem Büro gelaufen bin und einen Arbeitskollegen, der auch den ganzen Tag im Büro war, erst dann zum ersten Mal gesehen habe. Wir wollten daher die Art der Zusammenarbeit innerhalb der Firma grundlegend verändern. 

Inwiefern?

Wir wollen zu einem Hub für unsere Kundinnen und Kunden und unsere Partner werden. Es soll ein regelmässiger Austausch stattfinden, so dass wir gegenseitig voneinander profitieren können. Das gilt auch für unsere Beraterinnen und Berater. Auch sie sollen regelmässiger im Büro sein, damit wir enger zusammenarbeiten können. Um dieses Ziel zu erreichen, war für uns schnell klar, dass wir einen zentralen Standort brauchen. Und den haben wir nun in Zürich direkt bei der Europaallee und in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof gefunden. 

Wenn man statt in Wollerau plötzlich mitten in Zürich arbeitet, bringt das auch Veränderungen im Bereich der Mobilität mit sich. Wie sind Sie diese Herausforderung angegangen?

Wir haben einen sehr systematischen Ansatz gewählt, denn die Frage der Mobilität war ein Kernproblem, das wir zu lösen hatten. Wir erstellten dafür ein Bewegungsprofil von einigen unserer Beraterinnen und Berater, um besser verstehen zu können, wo und wie viel sie unterwegs sind. Diese hatten zum damaligen Zeitpunkt alle ein Firmenauto, mit dem sie in der ganzen Schweiz unterwegs waren und jährlich bis zu 45'000 Kilometer zurückgelegt hatten. 

Da unsere Beraterinnen und Berater jeden Tag andere Strecken zurücklegen, ist für uns die individuelle Kombination von Schiene und Strasse zentral.

Urs Hirt

Co-Geschäftsführer STAUFEN.INOVA

Und was waren die Erkenntnisse aus diesen Bewegungsprofilen?

Wir haben festgestellt, dass die meisten Orte, an denen ihre Termine stattfanden, sehr gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen sind. Allerdings stellte die «letzte Meile» ein Problem dar. Oftmals wäre es umständlich geworden, vom Bahnhof bis zum Firmensitz des Kunden zu gelangen. Wir machten uns daher auf die Suche nach einer Möglichkeit, die nicht nur den öffentlichen Verkehr abdeckt, sondern auch eine individuelle Anschlussmöglichkeit bietet. Dabei sind wir auf SBB Green Class gestossen, wo wir die öffentlichen Verkehrsmittel individuell mit eigenem Elektroauto sowie Bike- und Carsharing kombinieren können. Da unsere Beraterinnen und Berater jeden Tag andere Strecken zurücklegen, ist für uns die individuelle Kombination von Schiene und Strasse zentral.

SBB Green Class, die Mobilitätslösung für Unternehmen

Wie ist dieser Wechsel vom Firmenauto hin zu einer Kombination aus öffentlichen Verkehrsmitteln, Elektroauto und Sharing-Optionen von den Mitarbeitenden aufgenommen worden?

Da gab es schon Diskussionen und es war nicht einfach, alle Mitarbeitenden sofort davon zu überzeugen. Zugfahren war für einige eine ganz neue Welt. Etwas, womit sie sich noch nie befasst hatten. Gerade bei der älteren Generation kam nach der Bekanntgabe des neuen Standorts in Zürich als erstes die Frage: Wo sind denn die nächsten Parkplätze? Auf die Idee, mit dem Zug zur Arbeit zu gehen, sind sie gar nicht gekommen.

Es war entscheidend, dass wir die Mitarbeitenden von Anfang an in diesen Prozess involviert haben und unseren Beraterinnen und Beratern in vielen Gesprächen aufzeigen konnten, inwiefern sie von dieser neuen Mobilitätslösung profitieren können.

Urs Hirt

Co-Geschäftsführer STAUFEN.INOVA

Trotzdem sind alle Ihre Mitarbeitenden seit Anfang April mit einem Generalabonnement für den Öffentlichen Verkehr ausgestattet und einige nutzen bereits das SBB Green Class Angebot. Wie haben Sie denn Ihre Mitarbeitenden überzeugen können?

Es war entscheidend, dass wir die Mitarbeitenden von Anfang an in diesen Prozess involviert haben und unseren Beraterinnen und Beratern in vielen Gesprächen aufzeigen konnten, inwiefern sie von dieser neuen Mobilitätslösung profitieren können. Zudem stellen wir nicht von einem Tag auf den anderen um, sondern haben eine Übergangsphase von zwei Jahren definiert. Wir haben noch einige Leasingverträge, die bis Ende 2020 laufen. Wir verlängern diese aber nicht mehr, sondern stellen Schritt für Schritt auf das SBB Green Class Mobilitäts-Abo um. 

Diese Form der Mobilität bringt für mich eine ganz andere Lebensqualität.

Urs Hirt

Co-Geschäftsführer STAUFEN.INOVA

Sie selber kombinieren die Verkehrsmittel von Schiene und Strasse seit April auch viel häufiger. Was sind Ihre Erfahrungen?

Ich finde es genial. Ich nutze mein Auto viel seltener und bin gerade für die langen Strecken fast nur noch im Zug unterwegs. Seither bin ich abends jeweils viel früher zuhause in Muttenz bei meiner Familie und bin erst noch weniger gestresst, weil ich mich nicht mehr durch den Feierabendverkehr von Wollerau nach Muttenz kämpfen muss. Zudem kann ich die Reisezeit im Zug zum Arbeiten nutzen. Das ist ideal. Nach einem Kundenmeeting kann ich auf dem Weg nach Hause das Protokoll schreiben oder E-Mails beantworten. Diese Form der Mobilität bringt für mich eine ganz andere Lebensqualität. 

Und wie fällt das Feedback Ihrer Mitarbeitenden aus?

Ebenfalls sehr positiv. Auch sie sehen die Vorteile, die das neue Mobilitätskonzept mit sich bringt. Je nach Tagesprogramm können sie die zur Verfügung stehenden Verkehrsmittel frei wählen. So sind wir viel flexibler. Zudem sind wir auch effizienter geworden, weil wir die Reisezeit zum Arbeiten nutzen können. Wir sind überzeugt, dass wir mit diesem Modell auf dem richtigen Weg sind und vielleicht können wir so auch das eine oder andere Unternehmen zum Überdenken der eigenen Mobilitätsstrukturen anregen. 

Ist die neue Mobilitätslösung mit SBB Green Class teurer im Vergleich zu früher?

Nein, sie ist sogar leicht günstiger. Das war für uns aber nicht der entscheidende Faktor. Für uns waren andere Punkte ausschlaggebend. Beispielsweise die Sicherheit unserer Mitarbeitenden: Wenn 20 Kundenberaterinnen und -berater über 700'000 Kilometer pro Jahr im Auto zurücklegen, ist das immer ein Sicherheitsrisiko. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist dieses Risiko viel kleiner, da die Mitarbeitenden lange Autofahrten durch Zugfahrten ersetzen und nur noch kurze Strecken im Elektroauto zurücklegen. Zudem ist der administrative Aufwand gesunken. Wir müssen nicht mehr mühsam Kilometer aufschreiben, im Spesenformular erfassen und an die Buchhaltung weiterleiten. Das entfällt komplett. 

Welche Rolle spielte der Faktor Nachhaltigkeit beim Entscheid, SBB Green Class einzuführen?

Diesen Faktor haben wir natürlich auch miteinbezogen. Wir legen lange Strecken mit dem Zug statt mit dem Auto zurück und wenn wir Autofahren, tun wir das im Elektroauto. So können wir einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten und sind dank dieser neuen Mobilitätslösung gerade für junge Leute, die ein stärker ausgeprägtes Umweltbewusstsein haben, ein attraktiverer Arbeitgeber geworden.

Weiterführender Inhalt

SBB Green Class für Unternehmen.

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