Mich Gfeller

Filialleiter Drinks of the World Bern.

«Es gibt so viele gute Getränke zum Frühlingsanfang».

Wenn draussen die Temperaturen steigen, gewinnt auch die Frage nach dem richtigen Erfrischungsgetränk plötzlich wieder an Bedeutung. Wir wenden uns mit dieser Frage gerne an Mich Gfeller, Filialleiter im Drinks of the World im Bahnhof Bern, Biersommelier und leidenschaftlicher Bierliebhaber. Im Interview verrät er, welches Getränk zum Frühling passt, was er an einem Apéro servieren würde und warum er seinen Arbeitsort im Bahnhof schätzt. 

Mich Gfeller, wann beginnt für Sie der Frühling? 

Wenn die Tage länger werden, die Sonne bereits am Morgen scheint und überall die Blumen spriessen. Wenn die Menschen wieder aus ihren Häuser kommen und man auf dem lokalen Markt frische Produkte findet. Wenn man zusammen draussen essen und mit dem Velo durchs Grün fahren kann. Dann hat der Frühling begonnen.  

Welches Getränk sollte man im Frühling trinken?

Es gibt so viele gute Getränke zum Frühlingsanfang, da weiss man gar nicht, wo anfangen. «Estrella Inedit» aus Barcelona finde ich zum Beispiel sehr schön. Einfach so oder zu einem Salat. «Lisbeth» der Brauerei Officina della Birra hinterlässt ebenfalls Frühlingsgefühle, da es sehr frisch, mit einer schönen bitteren Note daherkommt. Ein «Saison» aus Belgien wäre sicher auch etwas oder dann ein Schwarzbier zu Fisch mit Kräutern und Zitrone.

Sie werden das sicher oft gefragt, aber welches ist Ihr Lieblingsgetränk? 

Das ist gar nicht so einfach zu beantworten und wohl sehr tages- und zeitabhängig. Am Morgen sind es Mate und Kaffee, am Abend macht mir ein sorgfältig ausgesuchtes Bier meistens grosse Freude.

Und was ist Ihr persönlicher Tipp für einen besonderen Apéro?

Das oben erwähnte «Estrella Inedit» ist ein wunderbares Bier zum Geniessen oder zu öligen Salaten und anderen Vorspeisen. «Liefman’s Kriek» lässt sich hervorragend mit einem salzigen Käse (zum Beispiel einem gelagerten Sbrinz) kombinieren. Hopfenbetontes Bier oder Vermentino-Weisswein passen zu frischem Gemüse oder Spaghetti alle Vongole auf dem Balkon. Ein Rauchbier zu Rohschinken, ein Pastis mit Freuden zu einer Runde Boule, ein Sour IPA, ein Pale Ale oder dann doch einen Gin Tonic? Es kommt halt doch auf den Apéro drauf an.

Aber muss es immer Alkohol sein? 

Nein, gar nicht. Man findet immer mehr alkoholfreie Biere, die qualitativ top sind. Auch in Sachen Softgetränke gibt es keine Grenzen mehr: Frische Colas, Mate-Getränke, IPAs ohne Alkohol oder das Gazosa aus dem Tessin (mit ein paar Eiswürfeln) machen Spass.

Sie arbeiten seit 15 Jahren im Bahnhof Bern. Was gefällt Ihnen an diesem Arbeitsort am besten? 

Der tägliche Kontakt zu Menschen aller Altersgruppen ist sehr bereichernd. Aber auch der Austausch, die Gespräche, die Beratungen, auch mal ein Lachen beim Vorbeigehen gefallen mir.

Und Ihr Lieblingsplatz im Bahnhof Bern?

Wohl einer mit Tageslicht und Sonnenschein. Die Kleine Schanze mit Weitblick oder halt die Grosse Schanze mit einem Stück Rasen. Wenn ich in der Mittagspause mal kurz das Bedürfnis habe, draussen zu sein, nehme ich auch die paar Velometer zum Altenbergsteg auf mich.

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