Allgemeine Geschäftsbedingungen für die Benützung von Swiss Bankers Travel Cash.

Mit dem Erwerb, der Entgegennahme oder der Verwendung der Swiss Bankers Travel Cash Karte (nachfolgend «Karte» genannt) tritt die Karteninhaberin oder der Karteninhaber (nachfolgend «Karteninhaber» genannt) in ein vertragliches Verhältnis mit der Swiss Bankers Prepaid Services AG (nachfolgend «SBPS» genannt) ein. Vom Karteninhaber zu unterscheiden ist die wirtschaftlich berechtigte Person bzw. der Besteller der Kartenladung, die mit dem Karteninhaber in der Regel identisch ist, jedoch nicht mit diesem identisch sein muss. Die vorliegenden allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten grundsätzlich für das vertragliche Verhältnis zwischen Karteninhaber und SBPS. Sofern Karteninhaber und wirtschaftlich berechtigte Person nicht identisch sind und eine Bestimmung dieser allgemeinen Geschäftsbedingungen auch oder ausschliesslich für die wirtschaftlich berechtigte Person gilt, geht dies ausdrücklich aus dem Wortlaut der betreffenden Bestimmung hervor. Es gelten die folgenden allgemeinen Geschäftsbedingungen:

1. Kartenladung.

Via Kartenausgabestelle können Geldbeträge auf die Karte geladen werden. Der Besteller einer Kartenladung muss an den Vermögenswerten, die auf die Karte geladen werden, wirtschaftlich berechtigt sein. Die Karte wird bei der SBPS unter dem Namen, der Wohnsitzadresse, dem Geburtsdatum sowie der Nationalität dieser wirtschaftlich berechtigten Person eingetragen.

2. Kartenkontolimite.

Das Kartenkonto wird von der SBPS geführt. Es wird mit einem Betrag in CHF, EUR oder USD geladen. Der maximale Saldo des Kartenkontos beträgt CHF 10 000.–, EUR 10 000.– oder USD 10 000.–. Die SBPS behält sich vor, den maximalen Betrag, welcher während einer Zeitdauer von 365 Tagen pro Karte geladen werden darf, zu beschränken.

3. Maximale Anzahl Karten.

Ein Karteninhaber darf nicht mehr als fünf Karten besitzen und eine Person darf bei nicht mehr als fünf Karten wirtschaftlich berechtigte Person sein. Das Gesamtkartenguthaben eines einzelnen Karteninhabers oder einer einzelnen wirtschaftlich berechtigten Person darf USD 50 000.– oder den Gegenwert in EUR und CHF zu keinem Zeitpunkt überschreiten. Die SBPS behält sich vor, die Anzahl Karten pro natürlicher oder juristischer Person weiter zu begrenzen.

4. Kartenberechtigte Person.

Das Recht zur Verwendung der Karte zulasten des Kartenkontos steht ausschliesslich derjenigen Person zu, deren Personendaten bei der Kartenladung als «Karteninhaber» der SBPS elektronisch übermittelt und eingetragen wurden.

5. PIN-Code.

Dem Karteninhaber wird von der SBPS oder der Ausgabestelle zu jeder Karte in einem separaten, verschlossenen Umschlag der PIN-Code abgegeben oder zugestellt.

6. Akzeptanz der Karte.

Bargeld beziehen oder bargeldlos zahlen kann der Karteninhaber ausschliesslich an Geldausgabeautomaten und Kassen mit dem Mastercard-Logo oder im Internet bei Onlineshops, die Mastercard-Karten akzeptieren.

7. Zahlung mit der Karte im Internet.

Der Karteninhaber autorisiert sich bei der Zahlung im Internet durch Angabe seines Namens, der Kartennummer, des Verfalldatums der Karte sowie des auf der Rückseite der Karte angegebenen CVC-Codes. Sofern von einem Onlineshop die Zahlungsmethode SecureCode™ verlangt wird, ist der Karteninhaber verpflichtet, seine Karte einmalig für SecureCode zu registrieren. Dabei legt er einen persönlichen SecureCode sowie eine persönliche Sicherheitsmitteilung fest. Ohne Registrierung kann er mit seiner Karte bei diesen Onlineshops nicht bezahlen. Durch die Auslösung der Transaktion anerkennt der Karteninhaber die ausgewiesene Forderung des Onlineshops. Er weist die SBPS gleichzeitig und unwiderruflich an, die Beträge der ausgewiesenen Forderung dem Onlineshop zu vergüten.

8. Sorgfaltspflichten.

Beim Umgang mit der Karte gelten für den Karteninhaber insbesondere folgende Sorgfaltspflichten:

a) Aufbewahrung: Die Karte ist besonders sorgfältig, wie Bargeld, aufzubewahren.

b) Geheimhaltung: Der PIN-Code, der SecureCode und die Sicherheitsmitteilung (siehe Ziffer 7) sind sorgfältig und getrennt voneinander sowie getrennt von der Karte aufzubewahren. Sie sind geheim zu halten. Sie dürfen nicht auf der Karte vermerkt oder elektronisch gespeichert werden. Sie dürfen nicht anderen Personen weitergegeben werden.

c) Änderung des PIN-Codes und SecureCodes: Geänderte PIN-Codes und SecureCodes dürfen nicht aus leicht ermittelbaren Kombinationen (wie Telefonnummer, Geburtsdatum, Autokennzeichen usw.) bestehen.

d) Meldung bei Verlust: Bei Verlust der Karte, des PIN-Codes oder SecureCodes ist die SBPS unverzüglich zu benachrichtigen.

e) Meldung an die Polizei im Schadensfall: Der Karteninhaber hat nach bestem Wissen zur Aufklärung des Falles und zur Verminderung des Schadens beizutragen. Bei strafbaren Handlungen ist unverzüglich Anzeige bei der Polizei zu erstatten.

f)  Überprüfung des Kartenkontos: Der Karteninhaber ist verpflichtet, sein Kartenkonto mindestens monatlich und insbesondere auch vor Wiederaufladung der Karte, online unter www.travelcash.chLink öffnet in neuem Fenster. oder via App «My Card» oder telefonisch beim Kundenservice der SBPS unter +41 31 710 12 15 zu überprüfen. Bei Unstimmigkeiten, insbesondere bei Verdacht auf Kartenmissbrauch, ist die SBPS unverzüglich schriftlich zu benachrichtigen, spätestens aber innerhalb von 30 Tagen nach Feststellung.

g) Einhaltung aller gesetzlicher Vorschriften: Der Karteninhaber ist für die Einhaltung der auf ihn anwendbaren gesetzlichen Vorschriften (einschliesslich Steuergesetze) verantwortlich und er hält solche gesetzlichen Vorschriften jederzeit ein.

h) Änderungen der bei der Bestellung gemachten Angaben sind dem Kundenservice der SBPS umgehend schriftlich mitzuteilen.

9. Legitimation, Belastung und Risikotragung.

Jede Person, die sich durch Eingabe der Karte und Eintippen des dazu passenden PIN-Codes in ein hierfür eingerichtetes Gerät oder sich im Internet durch Eingabe des Namens des Karteninhabers, der Kartennummer, des Verfalldatums der Karte, des auf der Rückseite der Karte angegebenen CVC-Codes sowie des SecureCodes legitimiert, gilt gegenüber der SBPS als berechtigt, die Karte zu verwenden. Dies gilt auch, wenn es sich bei dieser Person nicht um den Karteninhaber gemäss Ziffer 4 handelt. Dementsprechend ist die SBPS berechtigt, den Betrag der so getätigten und elektronisch registrierten Transaktion dem Kartenkonto zu belasten. Allfällige Streitigkeiten bezüglich Unstimmigkeiten und Beanstandungen von Waren oder Dienstleistungen sowie Ansprüche daraus sind vom Karteninhaber direkt mit der jeweiligen Akzeptanzstelle zu regeln und schriftlich festzuhalten.

10. Schadenübernahme bei Nichtverschulden.

Ein Schaden aus missbräuchlicher Verwendung der Karte durch Dritte ist der SBPS unverzüglich bei Entdeckung zu melden. Unter der Voraussetzung, dass der Karteninhaber die Bedingungen für die Benützung der Karte in allen Teilen eingehalten hat (insbesondere die Sorgfaltspflichten gemäss Ziffer 8) und ihn auch sonst kein Verschulden trifft, übernimmt die SBPS den Schaden aus der missbräuchlichen Verwendung der Karte. Mit erfasst sind auch Schäden zufolge Fälschung oder Verfälschung der Karte. Allfällige Folgeschäden irgendwelcher Art werden nicht übernommen. Mit der Entgegennahme der Entschädigung tritt der Karteninhaber seine Forderungen aus dem Schadensfall an die SBPS ab. Für den umgekehrten Fall, dass der SBPS Schäden aufgrund von Pflichtverletzungen durch den Karteninhaber oder durch die wirtschaftlich berechtigte Person entstehen sollten, steht der SBPS das Recht zu, den betreffenden Karteninhaber dafür haftbar zu machen und dessen Kartensaldo direkt zu belasten.

11. Gebühren.

Für die Verarbeitung der mit der Karte getätigten Transaktionen sowie für die von der SBPS erbrachten Serviceleistungen kann die SBPS bei der Ladung der Karte oder dem Kartenkonto Gebühren belasten. Weiter ist die SBPS auch berechtigt, allfällige Gebühren zu belasten, die von den Betreibern der Geldausgabeautomaten erhoben werden. Die der SBPS bekannten Gebühren werden auf der Internetseite der SBPS (www.swissbankers.chLink öffnet in neuem Fenster.) publiziert. Abweichende Gebührensätze aufgrund von Vorgaben seitens der Kartenausgabestelle bleiben vorbehalten.

12. Bezug in einer anderen Währung.

In Ländern mit einer anderen Währung als der Währung des Kartenkontos erfolgen die Bezüge in der lokalen Währung. Bei der Umrechnung kommt der Wechselkurs der SBPS im Bezugszeitpunkt zur Anwendung.

13. Technische Störungen und Betriebsausfälle.

Aus technischen Störungen und Betriebsausfällen, die den Einsatz der Karte ausschliessen, entsteht dem Karteninhaber kein Anspruch auf Schadenersatz.

14. Sperren.

Die SBPS sperrt die Karte, wenn der Karteninhaber es ausdrücklich verlangt oder den Verlust der Karte und/oder des PIN-Codes meldet. Eine Kartensperrung ist durch den Karteninhaber oder – sofern nicht mit dem Karteninhaber identisch – den wirtschaftlich Berechtigten bei der SBPS zu veranlassen. Für Einsätze der Karte vor dem Wirksamwerden der Sperrung ist die SBPS berechtigt, das Kartenkonto zu belasten. Für Schäden, die dem Karteninhaber aufgrund einer fälschlicherweise erfolgten Sperrung entstehen, übernimmt die SBPS keine Haftung. Die SBPS behält sich vor, eine Karte bei begründetem Verdacht einer nicht autorisierten oder betrügerischen Verwendung zu sperren.

15. Kontodaten.

Die SBPS übernimmt keinerlei Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit von Informationen und Angaben, die an Automaten oder über Internet abgefragt werden können. Insbesondere Angaben über Konten (Saldi, Auszüge, Transaktionen usw.) gelten als vorläufig und unverbindlich. Ebenso stellen sämtliche Informationen der SBPS niemals verbindliche Offerten dar.

16. Kartengültigkeit.

Die Gültigkeitsdauer ist auf der Karte ersichtlich. Nach Ablauf der Gültigkeit geht das Kartenguthaben nicht verloren. Auf Antrag des Karteninhabers wird das Kartenguthaben auf eine neue Karte übertragen oder gegen Gebühr auf ein vom Karteninhaber zu bezeichnendes Konto überwiesen. Nach Ablauf der Kartengültigkeit wird dem Kartenkonto eine jährliche Bearbeitungsgebühr belastet. Nach Ablauf der Kartengültigkeit werden Kartenkonten ohne Guthaben auf- gehoben.

17. Datenschutz.

Die Daten über den Karteninhaber und den wirtschaftlich Berechtigten werden streng vertraulich behandelt. Im Rahmen der gruppeninternen Kartenverarbeitung können Angestellte in- und ausländischer Konzerngesellschaften der SBPS über konzerninterne EDV-Systeme Zugriff auf die Daten haben. Der Karteninhaber und – sofern nicht mit dem Karteninhaber identisch – der wirtschaftlich Berechtigte erklären sich damit einverstanden, dass die SBPS und die Kartenausgabestelle im Zusammenhang mit der Wahrnehmung gesetzlicher und regulatorischer Pflichten (z. B. gemäss Geldwäschereigesetzgebung) Daten über seine Person, seine Kartentransaktionen und seinen aktuellen Kartensaldo unter Wahrung der Vertraulichkeit einsehen bzw. übermitteln dürfen.

18. Auslagerung von Geschäftsbereichen und Dienstleistungen.

Die SBPS kann im Rahmen der aufsichtsrechtlichen Bestimmungen und gemäss den Vorgaben der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA einzelne Geschäftsbereiche und Dienstleistungen (z. B. Betrieb von Informatik-Systemen, Interne Revision, Compliance und Risikokontrolle usw.) an Dienstleister in der Schweiz auslagern.

19. Nachrichtenlosigkeit.

Die SBPS ist berechtigt, im Fall der Nachrichtenlosigkeit gemäss Art. 45 der Bankenverordnung oder der Kontaktlosigkeit gemäss Rz. 12 der Narilo-Richtlinien der Schweizerischen Bankiervereinigung Kundendaten an die zuständigen Stellen weiterzugeben. Müssen im Zusammenhang mit der Nachrichtenlosigkeit oder Kontaktlosigkeit besondere Nachforschungen durchgeführt werden, so ist die SBPS berechtigt, dem Kartenkonto die anfallenden Kosten, insbesondere die Nachforschungsgebühren, zu belasten.

20. Änderung der allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Die SBPS behält sich vor, die allgemeinen Geschäftsbedingungen jederzeit zu ändern. Geänderte allgemeine Geschäftsbedingungen treten ohne schriftlichen Gegenbericht des Karteninhabers oder – sofern nicht mit dem Karteninhaber identisch – des wirtschaftlich Berechtigten zwei Monate ab dem Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung auf www.swissbankers.chLink öffnet in neuem Fenster. in Kraft. In den zwei Monaten zwischen der Veröffentlichung der vorgeschlagenen Änderungen und ihrem Inkrafttreten hat der Karteninhaber das Recht, das Vertragsverhältnis jederzeit schriftlich zu kündigen.

21. Kündigung.

Das Vertragsverhältnis endet grundsätzlich mit Ablauf der Kartengültigkeit gemäss Ziffer 16. Aus wichtigen Gründen kann die SBPS das Vertragsverhältnis jederzeit fristlos kündigen, worüber sie den Karteninhaber unverzüglich zu informieren hat.

22. Anwendbares Recht und Gerichtsstand.

Alle Rechtsbeziehungen mit der SBPS unterstehen dem schweizerischen Recht. Gerichtsstand ist Bern.

Die aktuellen «Allgemeinen Geschäftsbedingungen» können online unter www.swissbankers.chLink öffnet in neuem Fenster. eingesehen werden. Auf Verlangen erhält der Karteninhaber diese bei der SBPS auch in Papierform.

Swiss Bankers Prepaid Services AG
3506 Grosshöchstetten, Switzerland
+41 31 710 12 15, www.swissbankers.ch/mastercardLink öffnet in neuem Fenster.
info@swissbankers.chLink öffnet in neuem Fenster.

Version: 9.01.10.02/7.15/50‘

Weiterführender Inhalt