Fahrplan 2018 mit Angebotsausbau und neuen Liniennummern.

Der Fokus beim diesjährigen Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2017 liegt in der Romandie. Die SBB bietet mehr Direktverbindungen und mehr Sitzplätze an.

Im Fahrplanjahr 2018 werden Bau- und Instandhaltungsarbeiten vermehrt im Rahmen von längeren Bauintervallen durchgeführt. Dadurch steigert die SBB die Effizienz und reduziert die Kosten. Zudem wird die Pünktlichkeit während des Tages verbessert.

Ab dem Fahrplan 2018 hält der InterRegio auf der Strecke Genf Flughafen–Bern–Luzern neu in Nyon, Morges, Palézieux und Romont. Damit erhalten Nyon und Morges eine Direktverbindung nach Bern. Palézieux und Romont sind neu mit einer schnellen Direktverbindung an Genf und Genf Flughafen angeschlossen. Auf diesen Strecken werden überwiegend Doppelstockkompositionen des Typs IC2000 eingesetzt. Damit stehen mehr Sitzplätze zur Verfügung. Die InterRegio-Züge Genf Flughafen–Lausanne–Brig verkehren neu stündlich ohne Halt zwischen Genf und Lausanne. Damit verkürzt sich die Reisezeit zwischen dem Wallis sowie der Riviera und Genf um 11 Minuten.

Im internationalen Personenverkehr steht der Ausbau eines attraktiven Angebots auf der Nord-Süd-Achse im Vordergrund. Ab 10. Dezember 2017 wird eine tägliche Verbindung zwischen Zürich und Venedig eingeführt.  Zudem verkehrt pro Tag ein Zugspaar des Typs ETR 610 direkt von Frankfurt nach Mailand. Auf der Linie Zürich–Stuttgart profitieren die Kunden von einem Stundentakt.

Effizient durchgeführte Bauarbeiten.

Das Eisenbahnnetz wird täglich stark beansprucht. Jeden Tag sind 1,25 Millionen Reisende und 10 000 Züge der SBB unterwegs – Tendenz steigend. Damit die Bahninfrastruktur auch in Zukunft sicher und zuverlässig funktioniert, investiert die SBB von 2017 bis 2020 jährlich 3,2 Milliarden Franken in Instandhaltung und Ausbau. Die SBB steigert die Effizienz im Unterhalt, indem zum Beispiel die notwendigen Arbeiten möglichst gebündelt und in längeren Bauintervallen ausgeführt werden und senkt damit die Kosten.

Bauarbeiten sind immer ein Eingriff in das laufende Bahnsystem und beeinflussen den Verkehr stark. Damit die Betriebsstabilität während der Hauptverkehrszeiten möglichst wenig beeinträchtigt wird, verlängert die SBB die nächtlichen Zeitfenster für die Bau- und Instandhaltungsarbeiten. Deshalb wird von Sonntag bis Donnerstag im Viereck Luzern–Olten–Basel–Zürich in den Randstunden mit geringerem Passagieraufkommen ab 22 Uhr das Angebot reduziert. Zudem sperrt die SBB teilweise ganze Streckenabschnitte, was ein effizientes Bauen ermöglicht. Zum Beispiel bei den Bauarbeiten auf der Strecke Lausanne–Puidoux im Sommer 2018: Dort können die Einschränkungen für die Kunden durch eine Totalsperrung von 6 Monaten auf rund 7 Wochen reduziert und die Kosten von 46 Mio. auf 27 Mio. Franken gesenkt werden. Sämtliche Änderungen und Ersatzkonzepte werden in die gedruckten und elektronischen Fahrplänen aufgenommen und frühzeitig kommuniziert, damit sich die Kundinnen und Kunden möglichst früh über alternative Reisemöglichkeiten informieren können. Die SBB ist sich bewusst, dass Einschränkungen immer mit Unannehmlichkeiten für die Fahrgäste verbunden ist. Sie bittet ihre Kunden um Verständnis.

Vereinheitlichung der Bezeichnungen.

Mit dem Fahrplan 2018 werden die Zugbezeichnung im Fernverkehr der SBB vereinfacht und zusammengefasst. Die Bezeichnung informiert den Kunden über das Schnelligkeits- und Komfortniveau der Verbindung im nationalen Verkehr:

  • Die Interregio (IR) verbinden die kleinen mit den grossen Zentren der Schweiz mindestens im Stundentakt. Sie bieten ein verlässliches Basisprodukt. Optische und akustische Kundeninformation, Steckdosen, Klimatisierung und ein leistungsstarker und durchgängiger Mobilfunkempfang mittels Repeater sowie Veloselbstverlad sind Standard.
  • Die Intercity (IC) bieten eine schnelle Verbindung der grossen Zentren der Schweiz überwiegend im Halbstundentakt. Sie bieten zusätzlich zum Basisprodukt IR Verpflegungsmöglichkeiten im Restaurant/Bistro und/oder Service am Platz in der 1. Klasse, Ruhe-, Business- und Familienzone sowie reservierbare Sitzplätze. Veloselbstverlad ist Standard, teilweise reservierungspflichtig.
  • Die internationalen Züge zwischen der Schweiz und ihren Nachbarländern verkehren weiterhin unter ihren bisherigen, bekannten Bezeichnungen: TGV, ICE, Railjet und EuroCity. Auch im Nachtverkehr gilt dies für EuroNight bzw. Nightjet. Die internationalen Züge der SBB werden weiterhin unter der Bezeichnung Eurocity (EC) zusammengefasst.

Der heutige ICN wird in die Produktmarke IC integriert. Für interessierte Reisende wird in den elektronischen Fahrplanmedien weiterhin auf Züge mit Neigetechnik (ICN, ETR 610) hingewiesen.

Einführung von Liniennummern.

Um den Kunden die von den S-Bahn-Systemen gewohnte einfache und sichere Orientierung auch im Fernverkehr zu ermöglichen, führt die SBB auf den Fahrplanwechsel die Liniennummerierung auch auf den nationalen IR- und IC-Zügen ein. Ziel ist es, sowohl bestehenden als auch insbesondere im öV unsicheren oder ungeübten Kunden sowie Fahrgästen aus dem Ausland die von den S-Bahn-Systemen gewohnte einfache und sichere Orientierung auch im Fernverkehr zu ermöglichen. Die Kunden sollen den Fernverkehr als „S-Bahn Schweiz“ nutzen.

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