Auf dieser Seite haben wir Informationen zur barrierefreien Ausstattung von Verkehrsmitteln sowie zu Treffpunkten für Hilfeleistungen für Sie zusammengestellt. Für Verbindungen in der Schweiz und im Ausland.
Treffpunkte und Personal für die Hilfestellung.
Treffpunkt für Hilfestellungen.
Wenn Sie eine Hilfestellung angefordert haben, erwarten wir Sie 10 Minuten vor Abfahrt beim Mobilift (gelbe Hebebühne), bei der Faltrampe (in der Regel in der Mitte des Perrons) oder an einem anderen mit dem Contact Center Handicap vereinbarten Treffpunkt.
Für Fahrten in den Doppelstockzügen IC2000 und IC2020: Wir erwarten Sie 10 Minuten vor Abfahrt beim ersten Wagen (1. Klasse) direkt hinter der Lokomotive. In diesem Wagen befinden sich die Rollstuhltoilette und 10 Rollstuhlplätze.
Der Treffpunkt für Hilfestellungen an Bahnhöfen oder Haltestellen, die mit dem Shuttle-Fahrdienst bedient werden, befindet sich in der Regel vor dem Bahnhof oder der Haltestelle.
Treffpunkt für SBB Assist.
Bitte vereinbaren Sie den Treffpunkt für SBB Assist (Umsteigehilfe, Steigerung einer Rampe am Bahnhof, Orientierung am Bahnhof usw.) mit dem Contact Center Handicap.
Detaillierte Informationen zum Treffpunkt für jeden Bahnhof erhalten Sie beim Contact Center Handicap.
Wenn Sie eine Hilfestellung zum Ein- und Aussteigen benötigen, vereinbaren Sie bitte den Treffpunkt mit dem Contact Center Handicap und treffen Sie dort 10 Minuten vor Abfahrt ein.
Treffpunkt für SBB Assist.
Bitte vereinbaren Sie den Treffpunkt für SBB Assist (Umsteigehilfe, Hilfe bei der Steigung einer Rampe am Bahnhof, Orientierung am Bahnhof usw.) mit dem Contact Center Handicap.
In der Regel ermöglichen taktile Elemente und digitale Kundeninformationssysteme in Bahnhöfen, an Haltestellen und in den Fahrzeugen blinden und sehbehinderten Kund:innen das autonome Reisen.
Falls Sie Unterstützung bei der Orientierung benötigen, können Sie diese über das Pilotprojekt SBB Assist Hilfe anfordern.
Die Hilfestellung erfolgt durch Kundenassistent:innen, das Fahrpersonal (Kundenbegleiter:innen oder Fahrzeugführer:innen) oder SOS Bahnhofhelfer:innen. Sie werden 30 Minuten vor der angeforderten Hilfestellung per SMS darüber informiert, wer Ihnen assistieren wird.
Bitte beachten Sie: Wird die Hilfestellung vom Fahrpersonal angeboten, trifft der Helfer oder die Helferin mit derjenigen Verbindung ein, für die Sie Hilfe angefordert haben.
Ihre Hilfspersonen.
Kundenassistent:innen.
Kundenbegleitung (kommt mit dem Fahrzeug. Warten Sie beim Mobilift, bei der Faltrampe in der Mitte des Perrons oder beim vereinbarten Treffpunkt).
Die SOS Bahnhofhilfe (nur in Bahnhöfen, an denen sie präsent sind).
An Bahnhöfen oder Haltestellen, die nicht autonom benutzbar sind oder an denen keine Hilfe durch Personal möglich ist, wird als Übergangsmassnahme ein Shuttle-Fahrdienstes (Transport mit behindertengerechten Fahrzeugen auf der Strasse) angeboten. Der Shuttle-Fahrdienst bringt Sie zur nächsten zugänglichen Haltestelle, von wo aus Sie Ihre Reise fortsetzen können.
Treffpunkt und Einfindungszeitpunkt für die Ein- und Ausstiegshilfe sind in jedem Land unterschiedlich. Beim Aussteigen auf der Hinreise (Schweiz–Ausland) kommt die Assistenz zum Perronabschnitt, wo der Wagen steht. Lassen Sie sich bereits beim Aussteigen den genauen Treffpunkt für die Rückreise vom Servicepersonal vor Ort bestätigen.
In der folgenden Tabelle finden Sie den Treffpunkt in den Nachbarländern.
Land
Transport-
unternehmen
Erscheinen beim Treffpunkt (Minuten
vor Zugsabfahrt)
TreffpunktBeim Aussteigen: die Assistenz kommt direkt an den Sitzplatz.
Schweiz
SBB/CFF/FFS
10
Der Treffpunkt ist auf dem Perron beim Mobilift
Deutschland
Deutsche Bahn (DB)
30
Die DB vereinbart mit dem Kunden einen Treffpunkt. (z.B. die DB Information oder das Reisezentrum).
SBB Inclusive: Eine App für blinde und sehbehinderte Reisende – und für alle anderen.
SBB Inclusive ist eine Kundeninformations-App, welche insbesondere sehbehinderten und blinden Menschen das Reisen im öffentlichen Verkehr erleichtert. Die App bringt die optische und digitale Kundeninformation der Bahnhöfe und der Fernverkehrszüge direkt auf Ihr Smartphone und zeigt Ihnen stets die für Ihren Standort relevanten Informationen an. So können Sie jederzeit sicher gehen, dass Sie im richtigen Zug unterwegs sind.
So funktioniert SBB Inclusive:
Sie erhalten diejenigen Reiseinformationen auf Ihr Smartphone, welche für Sie aufgrund Ihres Aufenthaltsortes relevant sind.
Befinden Sie sich an einem Bahnhof, werden Ihnen automatisch die nächsten Abfahrten, die Gleiszuteilung sowie die Zugsformationen angezeigt.
In den Fernverkehrszügen der SBB informiert Sie die App beim Einsteigen mittels Push-Mitteilung, welchen Zug Sie soeben betreten haben und wo im Zug Sie sich befinden. Zudem können Sie sich den Zugverlauf sowie die Informationen zu Zwischenhalten anzeigen, respektive vorlesen lassen.
Die App funktioniert aktuell an allen Schweizer Bahnhöfen sowie in allen Fernverkehrszügen der SBB. Für die Reiseplanung verwenden Sie bitte weiterhin die App «SBB Mobile».
In den SBB Wagen der 1. und 2. Klasse ist das erste Abteil rechts mit Gegenüberbestuhlung mit der Aufschrift «Bitte diese Plätze Reisende mit eingeschränkter Mobilität freigeben» gekennzeichnet. Je nach Ausstattung ist dieses Abteil nur für Blinde und Gehbehinderte oder auch für Reisende im Rollstuhl nutzbar.
Sie können die Zugsformation für jede Verbindung direkt im Online-Fahrplan oder in der App SBB Mobile kontrollieren.
Die Tabelle zeigt die Ausrüstung der Züge im Fernverkehr und im internationalen Verkehr für Reisende im Rollstuhl.
Bahnunter-nehmen
Bezeichnung
Anzahl Rollstuhl-stellplätze
Rollstuhl-gängiges WC vorhanden
Wo befindet sich das Rollstuhl-WC
Speisewagen
SBB
FV-Dosto
10
ja
1. und 2. Klasse
rollstuhlgängig
SBB
Giruno
4
ja
1. und 2. Klasse
rollstuhlgängig
SBB
IC 2000/IC 2020
10
ja
hinter Lok 1. Klasse
Bistrowagen unten rollstuhlgängig
SBB
ICN
2
ja
Wagen 4, 1. Klasse
Zugang zum Speisewagen
Trenitalia
ETR 610
2
ja
Wagen 3
ja
DB
ICE
2
ja
Wagen 9
ja
SNCF
TGV Lyria Euroduplex
2
ja
Wagen 1 oder 11
Business 1. Klasse
ja, aber nicht rollstuhlgängig
SNCF
TGV Lyria Duplex
2
ja
Wagen 1 oder 11
Business 1. Klasse
ja, aber nicht rollstuhlgängig
ÖBB
Railjet
3
ja
Wagen 25 und 35
1. Klasse
Zugang zum Speisewagen
Ausstattung von Nachtzügen.
Die Tabelle zeigt die Ausrüstung der Züge im Nachtverkehr für Reisende im Rollstuhl.
Zuggattung
Anzahl Abteile pro Zug
Rollstuhlgängiges WC vorhanden
ÖBB Nightjet
NJ 466/467 Zürich HB–Wien Hbf
Ein rollstuhlgängiges Liegewagenabteil mit zweiter Liege für Begleitperson
ja
ÖBB Nightjet
NJ 470/471 Zürich HB–Berlin Hbf
Ein rollstuhlgängiges Liegewagenabteil mit zweiter Liege für Begleitperson
ja
ÖBB Nightjet
NJ 40470/401 Zürich HB–Hamburg Hbf
Ein rollstuhlgängiges Liegewagenabteil mit zweiter Liege für Begleitperson
ja
ÖBB Nightjet
NJ 464/465 Zürich HB–Graz Hbf
Ein rollstuhlgängiges Liegewagenabteil mit zweiter Liege für Begleitperson
ja
IC 60470/60401
Zürich HB–Hamburg
zwei Rollstuhlstellplätze im Sitzwagen
ja
Rollstuhlgängige Toiletten in ICN und Doppelstockzügen (IC 2000).
In den ICN (InterCity-Neigezüge) sowie in den Doppelstockzügen (IC 2000) befinden sich das Rollstuhlabteil sowie eine rollstuhlgängige Toilette in der 1. Klasse. In diesen Abteilen sind ein:e Reisende:r im Rollstuhl und eine Begleitperson berechtigt, mit einem einzigen Fahrausweis der 2. Klasse zu reisen, sofern ein Begleitabo vorhanden ist.
Das gilt für folgende Reisende:
Für die Person im Rollstuhl und die Begleitperson, ungeachtet dessen, wer von beiden einen gültigen Fahrausweis besitzt.
Für die auf der Junior-Karte eingetragene Person, sofern die Person im Rollstuhl oder die Begleitperson als Elternteil auf der Junior-Karte eingetragen ist und mindestens ein Fahrausweis gelöst wird.
Jeder 2.-Klass-Wagen der IC2000-Kompositionen verfügt über ein Rollstuhlabteil mit aufklappbaren Sitzen (beim Einstieg, bitte Piktogramm beachten), jedoch nicht über eine rollstuhlgängige Toilette.
An allen Bahnhöfen oder Haltestellen können auch Privatpersonen beim Ein- und Aussteigen helfen. Den Mobilift oder die Faltrampe dürfen Privatpersonen jedoch nicht benützen. Im Fall von Schadenereignissen oder Unfällen lehnen die Transportunternehmen jede Haftung ab.
Hinweise zu Niederflurfahrzeugen.
Niederflurtechnik mit tiefem Wagenboden erleichtert allen Fahrgästen den Ein- und Ausstieg. Dennoch können Hindernisse auftreten: Bei Unklarheiten erteilt Ihnen das SBB Contact Center Handicap Auskunft.
Trotz Tiefeinstieg bleibt beim Ein- und Ausstieg je nach Halteort eine kleinere oder grössere Höhendifferenz und/oder ein Spalt zwischen Perronkante und Einstiegsplattform zu überwinden.
Falls Sie mit Ihrem Rollstuhl selbstständig ein- und aussteigen, lehnen die Transportunternehmen im Fall von Schadenereignissen oder Unfällen jede Haftung ab.
Bei Ausfällen und Änderungen des Rollmaterials verkehren Fahrzeuge mit Tiefeinstieg und Schiebetritt ohne Gewähr. In einigen Fällen kann ein Ersatzfahrzeug eingesetzt werden, das nicht rollstuhlgängig ist. Das Contact Center Handicap informiert Sie über eine spätere barrierefreie Verbindung.
Grundsätzlich benötigen Sie für Ihre Fahrten mit Öffentlichen Verkehrsmitteln immer einen gültigen Fahrausweis. Wenn Sie ohne gültigen Fahrausweis reisen, genügt das Vorweisen der Ausweiskarte für Reisende mit einer Behinderung nicht generell, um vom Bezahlen des Zuschlags befreit zu werden. Das ist nur möglich, wenn Ihre Behinderung sowohl den Kauf am Billettautomaten als auch auf SBB.ch und in der App SBB Mobile unzumutbar macht. In diesem Fall bezahlen Sie lediglich den entsprechenden Fahrpreis, jedoch keinen Zuschlag.
Wie Sie Fahrausweise kaufen können und welche Vergünstigungen Sie erhalten, erfahren Sie auf folgenden beiden Seiten:
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Ist das Hotel, das Restaurant oder die Seilbahn meiner Wahl barrierefrei? Wie breit sind Türrahmen und Flure? Wie steil sind Wege und Rampen? Gibt es Schwellen? Hat die Treppe einen Handlauf oder existiert ein Lift?
Die Plattform und App Ginto stellen Informationen zur Zugänglichkeit von Lokalitäten zur Verfügung, um allen Menschen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu erleichtern. Dabei fokussiert Ginto auf die vielfältigen Bedürfnisse der Nutzer:innen und nicht auf körperliche Einschränkungen. Ein stufenloser Zugang kann für Eltern mit Kinderwagen gleichermassen hilfreich sein, wie für eine Person im Rollstuhl. Mit Ginto entscheidet jede Person selbstbestimmt, ob eine Lokalität für sie zugänglich ist oder nicht.
Ginto für Reisende.
Innerhalb der App Ginto können Benutzer:innen in einem Profil festhalten, welche Mindestanforderungen an Zugänglichkeit ein Ausflugsziel erfüllen muss. Neben den über 20 000 von Unternehmen selbst deklarierten oder von geschulten Auditor:innen geprüften Lokalitäten werden laufend Informationen aus anderen Plattformen integriert – zum Beispiel die Standorte von Eurokey-Toiletten oder von Rollstuhlparkplätzen.
Die Ginto-App ist im Apple App Store und im Google Play Store verfügbar, die Nutzung ist kostenlos.
Im Rahmen der OK:GO-Initiative erfassen touristische Betriebe wie Restaurants, Hotels, Museen, Bergbahnen, Schifffahrtsgesellschaften und viele mehr Informationen zur Zugänglichkeit in der App «ginto», stellen sie der Allgemeinheit zur Verfügung. Damit erleichtern sie die Reiseplanung für Senior:innen, Personen mit Behinderungen und Familien. Viele Tourismusbetriebe haben die Zugänglichkeitsdaten zudem zusammen mit dem OK:GO-Logo auf ihrer eigenen Website verlinkt.
Die OK:GO-Initiative wird von Innotour, dem Förderinstrument des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO, unterstützt. Während der von Innotour finanzierten Projektdauer ist die Teilnahme kostenlos.
Die OK:GO-Initiative wurde 2019 vom Förderverein Barrierefreie Schweiz (FVBS) lanciert. Der FVBS wird seit seiner Gründung 2016 von namhaften Akteuren aus dem Schweizer Tourismus sowie von Behindertenorganisationen getragen.
Reservieren Sie die gewünschte Hilfeleistung mindestens 1 Stunde vor dem Einsteigen und Aussteigen. Zwei Stunden, wenn Sie den Shuttle-Fahrdienst benötigen, 24 Stunden für internationale Reisen. Ausnahmen finden Sie auf der Übersichtskarte für Personen mit eingeschränkter Mobilität.